Herzlich Wilkommen bei Epilepsie Ratgeber...
Die verschiedenen Verlaufsformen der epileptischen Anfälle werden nach der Definition der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) eingeteilt. Manche Anfälle sind stärker, manche weniger stark. Ein Anfall kann sich durch ein nur schwer zu beschreibendes Vorgefühl, das Aura genannt wird, ankündigen. In anderen Fällen spürst du selbst gar nichts davon. Auch deine Umgebung bekommt nicht immer mit, was los ist. Denn manche Anfälle dauern nur einen Augenblick, und die anderen denken vielleicht, man ist ganz abwesend. So heißt übrigens auch die Bezeichnung für eine Erscheinungsform der Epilepsie: Absence (= Abwesenheit auf französisch).
Eine andere Form sind die so genannten Grand-Mal (französisch für „großes Übel") oder auch großen Anfälle. Diese treten ganz plötzlich auf. Nach der Bewusstlosigkeit kommt es zur Versteifung und Verspannung des ganzen Körpers. Du selbst bekommst von dem Anfall nichts mit.
Lokalisationsbezogene Epilepsien und Syndrome. Bei dieser Form der Epilepsien – auch fokale, lokale, partielle oder herdförmige Epilepsie genannt – beschränkt sich die anfallsartige Entladung zumindest zu Beginn der Anfälle auf eine begrenzte Region der Hirnrinde, sie geht von einem Herd oder Fokus aus. Im Verlauf kann sich die Anfallsaktivität aber auch ausbreiten und schließlich die gesamte Hirnrinde erfassen. Dann spricht man auch von einem sekundär generalisierten Anfallsleiden.
Auslöser und Anfall der Epilepsie Eine Epilepsie kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich lassen sich aber drei Gruppen von zugrundeliegenden Ursachen unterscheiden: Symptomatische Epilepsien als Folge einer nachweisbaren Hirnschädigung, idiopathische Epilepsien als eine erbliche Veranlagung. Findet man keine der beiden vorgenannten Ursachen, nennt man die Epilepsie kryptogen. Die Auslöser für Anfälle sind vielfältig. Dazu zählen zum Teil ganz banale Dinge: Stress, Müdigkeit, Fernseher, Computer, Kino, aber auch Alkohol, Drogen oder Nikotin. Bei Mädchen und Frauen können sich die Hormonschwankungen während des Zyklus Für einen Anfall beitragen.